#78 - Salò oder die 120 Tage von Sodom
1975 löste Pier Paolo Pasolinis SALÒ ODER DIE 120 TAGE VON SODOM einen Skandal aus. Der Film, welcher die Folter und Vergewaltigung von Jugendlichen durch das faschistische Establishment gegen Ende des zweiten Weltkriegs darstellt, stieß auf breite Ablehnung und führte zu einer ereignisreichen Zensurgeschichte. Mittlerweile ist die Verbreitung einer ungekürzten Fassung des Films unproblematisch und so erschien in diesem Jahr eine umfangreiche Veröffentlichung aus dem Hause Wicked Vision. Wir ergreifen die Gelegenheit und reden über Pasolini, SALÒ, die Ästhetik des Films, die hier aufgeworfene Idee vom Faschismus als Endprodukt eines kapitalistischen Wirtschaftens und die Reduzierung des Menschen auf ein Dasein als verschleißbares Konsumprodukt.
Wir haben die bereits erwähnte Blu-ray-Edition von Wicked Vision gesehen.
Viel Spaß beim Zuhören. Das nächste Mal reden wir über PHENOMENA (1985) von Dario Argento.
Pasolini P. P. (1975). Salò oder die 120 Tage von Sodom. Produzioni Europee Associati (PEA), Les Productions Artistes Associés.
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