LuCast - Der Filmpodcast mit Lucas Gröning und Lucas Knabe

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#74 - Physische Medien

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Bücher, Zeitschriften, Schallplatten, CDs, DVDs, Blu-rays und sogar Videokassetten. Physische Medien scheinen eine Renaissance zu erleben. Während sich Netflix, Amazon, Disney und Co. um die Aufmerksamkeit des Publikums streiten, wenden sich vor allem jüngere Menschen klassischen Speicherformaten zu. Was macht die Faszination von physischen Angeboten aus? Gibt es eine Leidenschaft des Sammelns? Wie gut stehen die Chancen, dass sich physische Medien nachhaltig in der gesellschaftlichen Medienlandschaft reetablieren? Das und mehr besprechen wir in der vorliegenden Episode - aber ausnahmsweise nicht zu zweit. Mit Basti haben wir uns einen Gast eingeladen, der seines Zeichens Musiker aber auch leidenschaftlicher Sammler von physischen Veröffentlichungen ist.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste Mal reden wir über BLEEDER (1999) von Nicholas Winding Refn.

#73 - Longlegs (2024)

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Nicolas Cage hat in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Turnaround geschafft. Nachdem der Schauspieler in den 1980er-Jahren durch Filme wie RUMBLE FISH oder MOONSTRUCK öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, avancierte er durch z.B. THE ROCK, LEAVING LAS VEGAS oder CON AIR zum Hollywood-Superstar. Sein Stern sank in der Folge, nur um durch eine Reihe an Indie-Produktionen in den 2010er- und 2020er-Jahren wie MANDY oder COLOR OUT OF SPACE wieder zu erstrahlen, einhergehend mit dem Status als wandelndem Meme und Kultdarsteller. Für den 2024 erschienen Film LONGLEGS tat er sich mit Regisseur Osgood Perkins zusammen und fügte dieser mittleren Spätphase seiner Karriere ein weiteres Kapitel zu. Wir reden unter anderem darüber, wie Cage und Perkins mit dem titelgebenden Serienkiller eine Kultfigur des Horrorgenres schafften und inwieweit der Film eine kluge Betrachtung von Themen wie religiöser Oppression, Gewalt, Trauma und der Verstrickung mit v.a. popkulturellen Medien vornimmt.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste Mal reden wir über Physische Heimmedien.

#72 - Marty Supreme (2025)

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Wir warten noch ein wenig mit LONGLEGS. Nachdem ein Kinobesuch in der vergangenen Woche uns in den neuen Film von Josh Safdie führte, kommen wir nicht drumherum, MARTY SUPREME eine Episode unseres Podcasts zu widmen. Unter anderem sprechen wir darüber, inwiefern Safdies Werk als intertextueller Referenzfilm funktioniert und wie die im Film gezeigten Elemente ein Spannungsverhältnis schaffen, in dem immersionsschaffende und immersionsbrechende Rezeptionsprozessen in Konkurrenz treten. Außerdem geht’s viel um Tischtennis.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste reden wir über LONGLEGS von Osgood Perkins.

#71 - Jahresrückblick 2025

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Liebe Freunde, wir haben es geschafft und (mal wieder) den vermutlich spätesten Jahresrückblick der Filmpodcast-Gemeinde aufgenommen - dafür aber gleich mit Überlänge. Wir teilen unsere Gedanken zum vergangenen Jahr, sprechen über Entwicklungen des Kinos, unsere eigene Filmrezeption, sowie persönliche Highlights und Lowlights aus 2025.
Viel Spaß beim Zuhören!

In der nächsten Episode reden wir über LONGLEGS (2024) von Osgood Perkins.

#70 - Das kalte Herz (1950)

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Herzlich willkommen zur ersten Episode des neuen Jahres! Eigentlich wollten wir bereits in der vergangenen Vorweihnachtszeit über DAS KALTE HERZ (1950) reden, was aber aus verschiedenen Gründen nicht funktionierte. Wir finden jedoch, Paul Verhoevens Märchenfilm hat durchaus jahreszeitlose Qualitäten, weswegen wir die Folge nun nachholen. Vermutlich sind die ersten Leser bereits beim Namen des Regisseurs aufgeschreckt, doch erstaunlicherweise handelt es sich hier nicht um den Schöpfer von TÜRKISCHE FRÜCHTE, TOTAL RECALL sowie BASIC INSTINCT, sondern einen DDR-Filmemacher mit identischem Namen. Und DDR ist gleich das richtige Stichwort, denn wir reden u.a. darüber, inwiefern der Einfluss der DEFA für die Gestaltung des Films von Wichtigkeit war, welche konkreten Änderungen im Vergleich zu Wilhelm Hauffs Märchenvorlage vorgenommen wurden und warum sich der Film trotz seiner propagandistischen Tendenzen noch gegenwärtig großer Beliebtheit erfreut.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste mal folgt unser Rückblick auf das Filmjahr 2025.

#69 - Gesichter des Todes (1978)

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In den 1960er- und 1970er-Jahren etablierte sich in Italien ein Genre, das unter dem dem Namen "Mondo-Film" weltweit Beachtung erlangen konnte. Eine Kombination aus dokumentarischem Archivmaterial, eigens inszenierten pseudodokumentarischen Aufnahmen, affektiv-wirkenden Gewalt- und Wunddarstellungen, sowie stereotypisierenden bis rassistischen Skizzierungen nicht-westlicher Kulturen prägten die Filme von u.a. Gualtiero Jacopetti, Franco Prosperi und Gianni Proia. 1978 versuchte sich der amerikanische Regisseur John Alan Schwartz an dem Konzept und veröffentlichte mit FACES OF DEATH (zu deutsch: GESICHTER DES TODES) einen Film ähnlicher Machart. Wir unterhalten uns zunächst über das Mondo-Film-Genre im Allgemeinen, legen das strukturelle Konzept von Schwartz' Film offen und philosophieren über rezeptionsästhetische Fragestellungen, die mit der Erfahrung eines solchen Werkes einhergehen.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste mal reden wir über DAS KALTE HERZ (1950) von Paul Verhoeven.

Entwarnung: Entegegen der Aussage im Podcast werden wir dieses Jahr nicht mehr dazu kommen, die Episode zu DAS KALTE HERZ aufzunehmen. Wir besprechen den Film in der ersten Folge des kommenden Jahres und wünschen euch Frohe Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

#68 - Wolfen (1981)

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1969 fand das legendäre Woodstock-Festival statt, welches als Höhepunkt der Hippie-Bewegung in den USA gilt und bis heute seine Spuren in der amerikanischen Kulturgeschichte hinterlassen hat. Damals anwesend war auch ein gewisser Michael Wadleigh, der das Festival mit der Kamera begleitete und 1970 mit WOODSTOCK einen viel beachteten Film veröffentlichte, in welchem Konzertaufnahmen von Jimi Hendrix, Eric Clapton, Janis Joplin und Co. präsentiert wurden. Ein weiterer Film des Regisseurs ist der 1981 veröffentlichte WOLFEN, in dem ein von Albert Finney porträtierter Ermittler der Spur einer mysteriösen Mordserie folgt und sich im Zuge dessen mit einem indigenen Wolfskult konfrontiert sieht. Wir reden darüber, inwiefern der Film dominierende gesellschaftspolitische Themen seiner Zeit aufgreift und als genreübergreifender Transgressionsfilm ein Scharnierwerk zwischen New Hollywood und dem Horrofilm der 1980er-Jahre darstellt.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste mal reden wir über GESICHTER DES TODES (1978) von John Alan Schwartz.

#67 - The Conjuring (2013)

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Anfang der 2000er-Jahre trat mit James Wan ein Regisseur auf die Bühne, der das amerikanische Horrorkino veränderte. Mit seinem Debütfilm SAW aus dem Jahr 2004 schuf er ein Werk, welches den Startschuss für eine ganze Reihe an grenzüberschreitenden Filmen markierte, die mit den Mitteln von ästhetisierten Gewalt- und Wunddarstellungen sowie einem vermeintlichen Realismusversprechen nichts weniger als eine Terrorisierung ihres Publikums forcierten. Ganz anders, aber mit einigen Parallelen, erscheint sein Film THE CONJURING aus dem Jahr 2013, welcher sich in die Tradition des Exorzismusfilms stellt, ein Realismusversprechen zumindest andeutet und im Spannungsfeld von Immersion sowie Anti-Immersion das effektive Inszenieren von Schaueratmosphäre exemplarisch demonstriert.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste mal reden wir über WOLFEN (1981) von Michael Wadleigh.

#66 - Scarface (1932)

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Wenn man über SCARFACE redet, kommt einem wahrscheinlich als Erstes Brian de Palmas furioser Gangsterfilm aus dem Jahre 1983 in den Sinn. Die ikonische Darstellung des Tony Montana durch Al Pacino hat sich beispiellos ins popkulturelle Gedächtnis gebrannt und die Vorstellung des Gangstertums der 1980er-Jahre nachhaltig beeinflusst. Oft geht jedoch unter, dass es sich bei de Palmas Film um ein Remake des bereits 1932 erschienenen Films von Howard Hawks handelt – einem Werk, welches nicht nur den klassischen Hollywood-Gangsterfilm mitetablierte, sondern im Rahmen seiner weitreichenden Zensurgeschichte eine innerdiegetische Auseinandersetzung über die Freiheit der Filmkunst offenbart.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste mal reden wir über THE CONJURING (2013) von James Wan.

#65 - The Zone of Interest (2023)

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Nachdem wir uns in der letzten Folge des LuCast mit den surrealistischen Dimensionen in David Lynchs LOST HIGHWAY (1997) beschäftigten, geht es heute um das historische Grauen in der realen Welt. Jonathan Glazers THE ZONE OF INTEREST konfrontiert sein Publikum mit der Gleichzeitigkeit von Alltagsbanalität und Ausnahmezustand, indem er das Leben der Familie Höß vor dem Hintergrund der industriellen Menschenvernichtung im Konzentrationslager Auschwitz zeigt. Im Fokus steht dabei die Frage nach der Interessenszone der Zuschauer: Auf der einen Seite die voyeuristische Beobachtung des idyllischen Familienlebens, dessen Darstellung ab einem bestimmten Punkt den Schritt ins Melodramatische gehen könnte (Stichwort: Big Brother in a Nazi house); auf der anderen Seite die Gräueltaten jenseits der Mauer, welche uns fast ausschließlich durch die Gestaltung der auditiven Ebene vermittelt werden.

Viel Spaß beim Zuhören! Das nächste mal reden wir über SCARFACE (1932) von Howard Hawks.

Über diesen Podcast

In unregelmäßigen Abständen schwadronieren und diskutieren die Filmenthusiasten Lucas Gröning und Lucas Knabe über ausgewählte Filme, die nach bestem Wissen und Gewissen betrachtet und analysiert werden, um filmische Qualitäten, Interpretationen und persönliche Sympathien mit euch zu teilen.

von und mit Lucas Gröning, Lucas Knabe

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